-
Der veganen Bewegung wird häufig vorgeworfen, sie sei wohlstandsverwöhnt, hypermoralisch oder gar totalitär. Ihr wird eine natur- und traditionsverachtende Lebenseinstellung unterstellt. Sie lehne sämtliche kulturelle Errungenschaften ab und verfolge ein strenges ethisches Diktat, in dem Genuss und Lebensfreude zugunsten moralischer Disziplin unterdrückt würden. Der vegane Mensch, so heißt es, hänge einem asketischen Glauben an, den…
-
Es gilt als gesellschaftlicher Konsens, dass all jene, die von politischen Entscheidungen betroffen sind, auch angemessen vertreten werden sollten. Dies trifft insbesondere auf schutzbedürftige Gruppen wie Menschen mit Behinderungen zu. Im Idealfall verfügen sie über Stellvertreter, die ihre Interessen repräsentieren, sie in gerichtlichen Verfahren vertreten, in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigen und ihr Recht auf Teilhabe und…
-
Die meisten Menschen würden von sich sagen, dass sie Tiere lieben. Tierliebe gilt als etwas Positives, als Beweis für Mitgefühl und moralische Integrität. Doch ein genauerer Blick zeigt: Diese Liebe ist selektiv. Sie richtet sich nicht auf Tiere als solche, sondern auf bestimmte Arten, bestimmte Situationen und bestimmte Rollen, die wir ihnen zuschreiben. Tierliebe ist…
-
In unserer Gesellschaft ist Tierquälerei kein Skandal.Skandale sind gesellschaftliche Ausnahmen – Tierquälerei ist Routine.Sie geschieht nicht im Verborgenen, sondern offen, organisiert und rechtlich abgesichert. Gerade weil sie normal ist, gilt sie nicht als das, was sie ist: Gewalt.Wenn in den Nachrichten von einem Hofbrand die Rede ist, bei dem 18.000 Hühner starben1, bleibt die Reaktion…




